Unfruchtbarkeit beim Mann

Seitdem bekannt ist, dass unerfüllte Kinderwünsche durchaus nicht immer an der Frau liegen sondern statistisch gesehen zu 40 Prozent am Mann rückt die Fruchtbarkeit, bzw. Unfruchtbarkeit des Mannes immer mehr in den Vordergrund.
Die Zeugungsfähigkeit des Mannes beruht unmittelbar auf der Qualität seiner Spermien, die in den Hoden und Nebenhoden produziert werden. Wenn es Bedenken bezüglich der Zeugungsfähigkeit des Mannes gibt, dann kann diese durch entsprechende ärztliche Untersuchungen durchleuchtet werden > siehe Spermiogramm

Außerdem hängt die Zeugungsfähigkeit des Mannes auch von seiner Fähigkeit ab, den Geschlechtsverkehr auszuüben. Sollte diese Fähigkeit beispielsweise durch Erektionsprobleme / Impotenz gestört sein, dann ist eine Befruchtung auf normalem Wege ausgeschlossen.
In der Regel kann man sagen, dass das Alter des Mannes und seine Zeugungsfähigkeit nichts miteinander zu tun haben, denn die Produktion der Spermien hält bis ins hohe Alter an – Grenzen werden dann eher durch die Erektionsfähigkeit gesetzt.

Aber nicht immer muss eine Erkrankung vorliegen, wenn der ersehnte Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht, denn auch der Lebenswandel geprägt durch Rauchen, Stress, Übergewicht, übermäßiger Alkohol- und Kaffeekonsum kann einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Seit einigen Jahrzehnten geht die männliche Fruchtbarkeit in der westlichen Welt zurück, mittlerweile ist etwa jeder zwanzigste Mann unfruchtbar. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies eventuell am veränderten Lebensstil und den Schadstoffen in der Umwelt liegt - so hat man beispielsweise herausgefunden, dass polychlorierte Biphenyle (PCB), ein Wirkstoff, der in den fünfziger und sechziger Jahren viel in der Plastikindustrie benutzt wurde, erhebliche Störungen bei der Spermienreifung hervorrufen kann.