Feigwarzen

Feigwarzen

Bei den Feigwarzen, auch Condylomata acuminata, spitze Kondylome oder genitale Warzen genannt, handelt es sich um die häufigste durch Viren ausgelöste und durch sexuellen Kontakt erworbene Erkrankung des Genitalbereichs. Feigwarzen äußern sich in ihrem Erscheinungsbild sehr unterschiedlich, stecknadelkopfgroße Knötchen, die hautfarbig, rötlich oder grau-gelb bis weißlich aussehen kommen allerdings mit am häufigsten vor. Sie treten einzeln oder in Grüppchen auf, sie können zu relativ großen Beeten werden und auch blumenkohlartig wuchern. Die flacheren Kondylome (Condylomata plana), die sich von der Haut beinah nicht unterscheiden lassen und wie ein Analekzem aussehen können, treten eher selten auf. Sehr große Feigwarzen, die Condylomata acuminata gigantea, sind ebenfalls sehr selten - dabei handelt es sich um Buschke-Löwenstein-Tumore, eine krebsähnliche Erkrankung sind.
Die Erkrankung wird durch Betrachtung diagnostiziert, dabei sollte auch der Analkanal genauer unter die Lupe genommen werden, da sich Kondylome auch dort verbreiten. Die flachen Kondylome werden dann mit Essig betupft, wodurch sie sich weiß färben. Auch hier muss der oder die Sexualpartner mitbehandelt werden.

Als Therapiemöglichkeiten kommt die Chemotherapie und eine chirurgische Therapie in Frage. Bei der Chemotherapie werden verschiedene Cremearten in bestimmten Abständen auf die erkrankten Stellen aufgetragen. Die sicherste Methode ist jedoch, die einzeln stehenden Feigwarzen mittels eines scharfen Löffels oder per Schlinge und Stromanwendung (Diathermie) ganz zu entfernen – dabei kommt auch immer häufiger der Laser zum Einsatz. Danach sollte man einen Beobachtungszeitraum von drei Monaten einhalten, da die Feigwarzen dazu neigen, an anderen Stellen wieder zu kommen.